Vielfalt leben, Grenzen achten
Der Universitätssport der Universität Greifswald setzt sich aktiv für den Schutz vor sexueller Gewalt und Diskriminierung ein. Ziel ist es, ein sicheres, respektvolles und faires Umfeld für alle Teilnehmenden zu gewährleisten.
Der Universitätssport
Wir sind Teil des Bildungsauftrags der Universität und bietet Studierenden und Mitarbeitenden ein vielfältiges und kostengünstiges Sport-, Gesundheits- und Bewegungsangebot in über 80 Sportarten. Neben der Förderung von Gesundheit, Fairness und sozialem Miteinander trägt der Universitätssport wesentlich zum universitären Leben, zur Integration internationaler Studierender und zum sozialen Klima bei.
Als größter Sportanbieter in Greifswald wirken wir über die Universität hinaus in die Stadtgesellschaft hinein und schaffen Räume für Begegnung, Bewegung und persönliche Entwicklung.
Dieses breite Engagement bringt Verantwortung mit sich. Die Qualität des Universitätssports bemisst sich dabei nicht nur an seinem Angebot, sondern auch an den Werten, die unser Handeln leiten und den Rahmen für ein respektvolles, sicheres und inklusives Miteinander setzen.
Unsere Haltung
Vielfalt, Gerechtigkeit, Respekt und die Sicherheit jeder einzelnen Person stehen für uns an oberster Stelle. Wir achten persönliche Grenzen, treten entschieden gegen jede Form von Diskriminierung oder übergriffiges Verhalten ein und fördern ein achtsames, respektvolles Miteinander. Nur in einem solchen Umfeld kann gemeinsam sportlicher Erfolg entstehen.
Wir dulden keine Diskriminierung, egal ob sie sich auf sexuelle Identität oder Orientierung, Herkunft, Religion oder Hautfarbe bezieht.
Unser Verhaltenskodex
Der Universitätssport steht für den Schutz der körperlichen und seelischen Unversehrtheit aller Beteiligten. Jede Form von physischer, psychischer oder sexueller Gewalt wird abgelehnt. In Sportarten mit notwendiger körperlicher Nähe gelten klare sportartspezifische Regeln, die Fair Play, Respekt und einen verantwortungsvollen Umgang miteinander sicherstellen.
Im Universitätssport wird achtsam mit Nähe und Distanz umgegangen. Individuelle Empfindungen, die Intimsphäre sowie persönliche Grenzen werden respektiert. Kommunikation, Einfühlungsvermögen und gegenseitige Rücksichtnahme bilden die Grundlage für ein sicheres und vertrauensvolles Sportumfeld.
Der Universitätssport tritt aktiv gegen jede Form von Gewalt, Diskriminierung, Rassismus, Sexismus und menschenverachtendem Verhalten ein. Dazu zählen insbesondere verbale oder nonverbale Übergriffe, sexualisierte oder anzügliche Bemerkungen, beleidigende Kommentare sowie unerwünschter Körperkontakt.
Der Universitätssport fördert die gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe aller Menschen – unabhängig von Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung und Identität, Religion, Herkunft, Aussehen, Behinderung oder anderen individuellen Merkmalen.
Ein offener, respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander ist Grundlage aller sportlichen Aktivitäten. Rücksichtnahme gegenüber anderen Menschen sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur sind feste Bestandteile der sportaktiven Lebenswelt im Universitätssport.
Personenbezogene Daten aller Beteiligten werden vertraulich und verantwortungsvoll behandelt. Eine Weitergabe erfolgt nur unter Beachtung rechtlicher Vorgaben und – sofern erforderlich – mit dem Einverständnis der betroffenen Person.
Bei Übergriffen oder diskriminierendem Verhalten wird eine umfassende, ergebnisoffene und faire Aufklärung angestrebt. Alle Beteiligten werden unvoreingenommen angehört, und die Situation wird transparent und verantwortungsvoll bearbeitet.
In Fällen von Diskriminierung, Bedrohung, Beleidigung oder Konflikten wird professionelle fachliche Unterstützung hinzugezogen. Bei Unsicherheiten oder Vorfällen stehen entsprechende Ansprechpartner zur Verfügung. Der Schutz der betroffenen Person(en) hat dabei oberste Priorität, und es wird möglichst im Sinne und nach dem Willen der Betroffenen gehandelt.
Maßnahmen
Alle unsere Übungsleitenden werden über die Regeln zur Prävention von sexueller Gewalt und Diskriminierung informiert und unterzeichnen einen verbindlichen Verhaltenskodex.
Wir arbeiten eng mit der Gleichstellungsbeauftragten und dem Antidiskriminierungsbeauftragten zusammen, unter anderem um unsere Maßnahmen zu evaluieren und weiterzuentwickeln.
In diesem Rahmen werden wir Weiterbildungen für Übungsleitende anbieten bzw. auf Angebote anderer Anbieter, wie dem adh, verweisen. So können unsere Übungsleitenden auch an solchen Weiterbildungen teilnehmen.
Anlaufstellen
Im Rahmen unserer Kurse kann es zu körperlichem Kontakt kommen. Entscheidend ist, dass dieser stets einvernehmlich erfolgt und das Wohlbefinden aller Teilnehmenden gewahrt bleibt. Sollte es zu unangemessenem Verhalten oder Grenzverletzungen kommen, bitten wir darum, mit uns oder den entsprechenden Stellen ins Gespräch zu gehen. Dies kann ein erstes beratendes Gespräch sein, in dem Sie Ihre Wahrnehmung und Empfindung reflektieren können, oder auch eine Meldung des Geschehenen, damit wir entsprechend handeln können.
Wir wissen, dass es Betroffenen schwerfallen kann, über solche Vorfälle zu sprechen. Unsere Anlaufstellen bieten jedoch volle Vertraulichkeit und unterliegen der Schweigepflicht. Eine Meldung ist daher sicher und geschützt – nur so können wir gemeinsam gegen sexuelle Gewalt und Diskriminierung im Universitätssport vorgehen.
Meldungen können persönlich, telefonisch oder per E-Mail an die rechts ausgewiesenen Stellen erfolgen. Auf Wunsch ist auch eine anonyme Kontaktaufnahme möglich.
Zusätzlich befindet sich zukünftig im Eingangsbereich der Sporthalle in der Hans-Fallada-Str. 11 ein „Briefkasten“, der Rückmeldung jedweder Art, ggf. auch anonymisiert, ermöglichen.

Anlaufstellen
Team des Universitätssports
Hans-Fallada-Str. 11
17489 Greifswald
Telefon: +49 (0)3834 420 3627
Dr.in Jenny Linek
Domstraße 11, Eingang 4
Raum 2.17
17489 Greifswald
Telefon: +49 (0)3834 420 1108
Antidiskriminierungsbeauftragter
Dr. Michael Schöner
Domstraße 11, Eingang 4
17489 Greifswald
Telefon: +49 (0)3834 420 1618